Verschlüsselung

Open Source meets SSL: OpenSSL dank Funktionsumfang und attraktiver Doppellizenzierung bei der Online-Datenverschlüsselung die erste Wahl

26. Oktober 2011
  • Verschlüsselung

Die Sicherheit und Vertraulichkeit von im World Wide Web übermittelten Daten wird heutzutage durch SSL-Zertifikate – sprich: durch Verschlüsselung – gewährleistet. Erkennbar sind diese am Schloss-Symbol oder der grünen Browser-Adressleiste, die sich beim Aufruf einer SSL-gesicherten Website darstellt. Um Website-Betreibern die Einbindung von SSL-Zertifikaten und dem derzeit etablierten Transport Layer Security-Protokoll für die Abwicklung der verschlüsselten Datenübertragungen zwischen Nutzern und Webserver zu ermöglichen beziehungsweise zu erleichtern, wurde unter dem Namen OpenSSL 1998 ein Open Source-Projekt ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist die Entwicklung, Weiterentwicklung und Bereitstellung eines entsprechenden Toolkits.

Über die Jahre hat sich OpenSSL – nicht zuletzt dank der Unterstützung von zahlreichen Sponsoren wie dem deutschen Internet Security-Spezialisten PSW GROUP (www.psw.net) – als eine führende Sammlung an Applikationen, kryptografischen Funktionen und Bibliotheken etabliert. Als solche erleichtert OpenSSL nicht nur die Implementierung von SSL-Zertifikaten auf Apache-Webservern, sondern gibt Website-Betreibern Tools an die Hand, mit denen Zertifikate verwaltet, neue erzeugt oder Zertifizierungsanträge erstellt werden können.

Den Siegeszug von OpenSSL führt Christian Heutger, nicht zuletzt auf die Doppellizenzierung zurück: „Der Anwender hat die Möglichkeit frei zwischen der OpenSSL-Lizenz, die der Apache-Lizenz 1.0 entspricht, und der SSLeay-Lizenz zu wählen. Die Anforderungen, die die beiden Lizenzen an die Anwender stellen, befinden sich auf niedrigem Niveau, so dass die kostenfreie Nutzung von OpenSSL sehr attraktiv bleibt“.

OpenSSL basiert im Übrigen ursprünglich auf dem sogenannten SSLeay-Paket, das von den Entwicklern Eric A. Young und Tim J. Hudson entwickelt wurde. Heute steht das Open Source-Toolkit in der neuesten 1.0.0e-Version zur Verfügung, die am 6. September 2011 erschien. Die nächste Version 1.0.1. ist aber bereits in Planung.



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