Verschlüsselung

Ohne Kundenvertrauen kein Geschäft: Datensicherheit und Datenschutz für Online-Händler wesentliche K.o.-Kriterien

11. Juli 2012
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Eine aktuelle Studie des Hightech-Verbandes BITKOM kommt für den Online-Handel zu einem alarmierenden Ergebnis: Ein Großteil der Verbraucher stellt der Vertrauenswürdigkeit des E-Commerce ein schlechtes Zeugnis aus. Knapp drei Viertel der befragten Internet-Nutzer schätzen Unternehmen wie Menschen, denen sie online begegnen, im Vergleich zu realen Alltagssituationen als weniger vertrauenswürdig ein. Maßnahmen, mit denen Online-Händler ihre Vertrauenswürdigkeit ausweisen, sind folglich für die Besucher ihrer Website von entscheidender Bedeutung. Dabei messen die Nutzer der nachvollziehbaren Datensicherheit und dem Datenschutz mit 78 beziehungsweise 75 Prozent sogar eine wesentlich höhere Bedeutung zu als dem Bekanntheitsgrad des Online-Händlers (rund 50 Prozent).

Der Umgang mit Daten, Fairness und Transparenz ist demnach der Schlüssel zum Kundenvertrauen – noch vor der Produktqualität. Während rund ein Drittel der befragten Online-Händler Nachholbedarf bei der IT-Sicherheit einräumt sowie jeder Vierte diesen vor allem beim Thema Datenschutz sieht, kämpft ein Großteil der Unternehmen aber mit einem ganz anderen Problem. „Auch wenn es zweifellos noch Verbesserungsbedarf gibt, sind viele Online-Händler in Sachen Sicherheit und Datenschutz gar nicht so schlecht aufgestellt. Das nützt ihnen jedoch wenig, wenn dem Nutzer dies nicht deutlich und glaubhaft kommuniziert wird. Gütesiegel tragen daher entscheidend dazu bei, auf die eigenen Maßnahmen aufmerksam zu machen und ein höheres Kundenvertrauen zu generieren“, informiert Christian Heutger.

Dabei steht Online-Händlern ein breit gefächertes Portfolio zur Verfügung. Ob Trusted Shop-Siegel, EHI-Gütesiegel, VeriSign Trust Seal, Commodo HackerGuardian PCI-Scan oder das Commodo HackerProof Gütesiegel: Die meisten Gütesiegel stiften nicht nur Vertrauen, sondern beinhalten zugleich diverse Sicherheits-Tools. „Die Herausgeber dieser Siegel prüfen den entsprechenden Online-Shop gemäß bestimmter Vergabe-Kriterien, zu denen unter anderem das Vorhandensein einer vollständigen Anbieterkennzeichnung, klare und verständliche Angaben zu Produkten und Dienstleistungen, Transparenz hinsichtlich Preisen, Versand- und möglichen Zusatzkosten, Informationen zur Lieferung sowie Verfügbarkeit von Waren und die Einhaltung des Widerrufs- sowie des Rückgaberechts zählen“, informiert Christian Heutger.

Während das Trusted Shops-Gütesiegel unter anderem Zahlungsausfälle durch eine Kombination aus Vorauskasse und Käuferschutz minimiert, weist das Commodo HackerProof Gütesiegel dem Nutzer besonders hohe Sicherheitsvorkehrungen aus: Der besonders leistungsfähige Scan-Algorithmus gewährleistet nicht nur professionellen Schutz, sondern unterstützt den Online-Händler bei der Gewährleistung der anspruchsvollen PCI-Kriterien. Dagegen steht das EHI-Gütesiegel für die intensive Prüfung und für ein wirkungsvolles Beschwerdemanagement des Online-Shops und ist somit Zeichen für Transparenz bei Qualität und Kundenservice. Die Angst vor Phishing-Attacken dagegen senkt beispielsweise das VeriSign Trust Seal, welches neben weiterer Services dem Verbraucher vor allem die Authentizität des Geschäftsinhabers und Domainbesitzers bescheinigt.

Generell sollte ein verantwortungsbewusster Umgang mit Kundendaten für jeden Online-Händler oberstes Gebot sein. Besonders wichtig ist es dafür zu sorgen, dass sensible, personenbezogene Daten im Rahmen von Bestellvorgängen oder Registrierungen grundsätzlich verschlüsselt übertragen werden. Nur dann können sie nicht durch unbefugte Dritte abgefangen und eingesehen werden. Mit dem Einsatz von SSL-Zertifikaten ist dies ohne weiteres möglich. Die Verschlüsselung erkennen Internet-Nutzer an dem Schloss-Symbol in der Adressleiste ihres Browsers und – abhängig vom eingesetzten SSL-Zertifikat – an der Grünfärbung der Leiste.

Weitere Informationen unter www.psw.net



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