Verschlüsselung

„Public Key“ oder „Private Key“: Unterschiede der Verfahren zur Daten-Verschlüsselung

29. Februar 2012
  • Verschlüsselung

Der Verschlüsselung von Daten bei der Kommunikation über das Internet kommt eine wachsende Bedeutung zu. Nicht nur Unternehmen, auch private Nutzer entwickeln ein Bewusstsein für das Schadenspotential von sensiblen, persönlichen Daten, die in die falschen Hände gelangen. Weniger bekannt ist jedoch, dass prinzipiell zwei unterschiedliche Verfahren – nämlich das Symmetrische und Asymmetrische – zur Datenverschlüsselung existieren. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden: Bei der symmetrischen Verschlüsselung wird zum Ver- und Entschlüsseln ein und derselbe Schlüssel verwendet. Das macht das Verfahren vergleichsweise schnell, aber auch angreifbar. Denn es setzt voraus, dass der Schlüssel geheim gehalten wird (private key), was besonders bei dessen Übermittlung gefährlich werden kann.

Die asymmetrischen Verfahren gelten als sicherer, da zwei Schlüssel zum Einsatz kommen, die nicht auseinander ableitbar sind: Ein öffentlicher Schlüssel (public key) für die Verschlüsselung und ein privater Schlüssel für die Entschlüsselung. Der private Schlüssel bleibt stets beim Empfänger, etwa auf dem Server eines Online-Shops oder eines Website-Betreibers. Public Key-Verschlüsselungsverfahren erfordern ein funktionierendes Schlüsselmanagement, das die Generierung, Speicherung, Verteilung und Anwendung kryptographischer Schlüssel umfasst. Der Preis für die hohe Sicherheit des Verfahrens ist ein verlangsamter Arbeitsprozess.

Daher wurde dazu übergegangen, die Vorteile beider Verfahren im Rahmen einer hybriden Verschlüsselung zu kombinieren: Bei dieser erfolgt die Datenverschlüsselung per symmetrischen Verfahren. Für jede Datenübertragung wird ein eigener Schlüssel generiert, der per asymmetrische Verschlüsselung dann mit dem Datenpaket sicher an den Kommunikationspartner übermittelt wird. Die Geschwindigkeit des symmetrischen Verfahrens wurde so schließlich mit der Sicherheit des asymmetrischen vereint.

Mit der hybriden Verschlüsselung ist bereits jeder Internet-Nutzer in Berührung gekommen. Es kommt via SSL jedes Mal dann zum Einsatz, wenn zum Beispiel beim Besuch einer Banken-Website oder eines Online-Shops ein Schloss-Symbol in der Adressleiste des Browsers erscheint. Klickt der Nutzer auf das Schloss werden ihm meistens noch weitere Informationen zur Stärke der Verschlüsselung angezeigt. Während 256 bit heute Standard bei der Verschlüsselungsstärke sind, weist die Schlüsselstärke in der Regel 2048 bit auf. Von rechtlicher Seite wichtig zu wissen: Für den Schutz von Nutzer-Daten ist der Betreiber der Website beziehungsweise des Online-Shops verantwortlich.



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